Welttag des Podcasts am 30. September: 6+1 Ideen für deine Spezial-Folge auf den letzten Drücker
Februar 2004: Ben Hammersley, Journalist beim Guardian, schreibt über ein neues Phänomen. Menschen nehmen Gespräche auf und stellen sie als MP3 ins Netz.
Nur wie soll das Ding heißen?
Hammersley bot drei Namen zur Auswahl an: Audioblogging, Podcasting und GuerillaMedia.
Der Podcast war geboren.
Seit 2014 feiert die Podcast-Welt jedes Jahr am 30. September den International Podcast Day. Ein guter Tag, um zu zeigen, was dein Podcast kann.
Warum ich den 30. September für deinen Podcast nutzen würde
Ich finde, wir sollten diesen Tag nutzen, um mit unseren Podcasts sichtbarer zu werden. Wir stecken Woche für Woche viele Stunden in Themen, Gäste, Aufnahme und Schnitt. Diese Kreativarbeit machen wir, damit sie viele Menschen erreicht. Dafür braucht sie Anlässe, über die andere sprechen.
Der Welttag des Podcasts ist so ein Anlass. Hosts und Hörer:innen reden an diesem Tag über Podcasts, teilen Empfehlungen und stellen Formate vor. Mit einer Spezial-Folge klinkst du dich in diese Gespräche ein und gibst deinen Hörer:innen einen Grund, dich weiterzuempfehlen.
Ich kenne das Problem: Der 30. September steht plötzlich vor der Tür, und der Redaktionsplan ist voll. Deshalb kommen hier 6+1 Ideen für den letzten Drücker.
6+1 Ideen für deine Spezial-Folge zum Welttag des Podcasts
1. Die Geschichte deines Podcasts
Erzähl, wie alles begann. Warum hast du angefangen, und was bedeutet dir der Podcast heute? Welche Rückmeldungen von Hörer:innen haben dich berührt, welche Folge hat etwas bei anderen ausgelöst?
Nimm deine Highlights mit und trau dich an die Fails: die Aufnahme ohne Ton, der Gast, der kurz vorher abgesagt hat, die Folge, die keiner verstanden hat. Ein offener Blick hinter die Kulissen schafft Nähe. Genau die suchen Hörer:innen bei ihren Lieblings-Hosts.
2. Rollentausch
Frag eine befreundete Host-Kollegin oder einen Host-Kollegen, ob sie dich in deinem eigenen Podcast interviewen. Das Gespräch kann sich um dein Fachthema drehen oder um deinen Podcast als Format: Wie entstehen deine Folgen, was hast du über die Jahre verändert, woran feilst du gerade?
Für deine Hörer:innen ist das ein Perspektivwechsel (du sitzt plötzlich auf dem Gaststuhl). Für dich ist es eine gute Übung, denn du merkst schnell, wie sich deine Gäste fühlen.
3. Die beste Episode aller Zeiten
Such deine erfolgreichste Folge heraus. Nimm eine neue An- und Abmoderation auf und ergänze, was seitdem passiert ist: Was weißt du heute, was hat sich in deinem Thema verändert, welche Frage würdest du anders stellen?
So bekommt die Episode einen neuen Rahmen, und neue Hörer:innen entdecken dein stärkstes Material. Diese Highlight-Folge schaffst du an einem Vormittag.
4. Deine Lieblingspodcasts
Empfiehl die Podcasts, die du selbst hörst, allgemein oder speziell zu deinem Thema. Erzähl dazu, warum du sie hörst und bei welcher Folge du hängen geblieben bist.
Begleite die Episode auf Social Media und tagge die anderen Hosts. Die freuen sich über die Empfehlung und reagieren meist gern auf deinen Post. Wer weiß, was daraus entsteht.
5. Die 10 wichtigsten Fragen deiner Community
Manche Fragen landen immer wieder bei dir: in Mails, in Kommentaren, im Erstgespräch. Sammle die zehn All-time-Classics und beantworte sie gebündelt in einer Extra-Folge.
Solche Episoden kommen gut an, auch wenn du jede einzelne Frage bereits oft beantwortet hast. Neue Hörer:innen finden darüber den Einstieg in deinen Podcast, und langjährige leiten die Folge gern weiter.
6. Talkrunde
Lade drei weitere Hosts ein und diskutiert gemeinsam ein Thema, das in eurer Bubble für Gesprächsstoff sorgt. Übernimm die Moderation und bereite ein paar Fragen vor, bei denen ihr unterschiedlicher Meinung seid.
Mein Tipp für die Besetzung: zwei Frauen- und zwei Männerstimmen. So fällt es deinen Hörer:innen leichter, euch auseinanderzuhalten. Teilen alle vier die Folge mit ihrer Community, erreicht dein Podcast Menschen, die ihn bisher nicht kennen.
+1: Live-Podcasting
Für die Bonus-Idee nimmst du deinen ganzen Mut zusammen und nimmst einen Live-Podcast auf. Im geschlossenen Rahmen funktioniert das über ein Zoom-Meeting, auch Riverside bietet eine Live-Funktion. Mit noch mehr Mut gehst du auf LinkedIn, Instagram oder YouTube live.
Live heißt: kein Schnitt, kein zweiter Take. Das kribbelt, bei dir und bei allen, die zuhören.
Fazit: Nutze den Welttag des Podcasts für deine Sichtbarkeit
Der 30. September gibt dir einen Anlass, deinen Podcast sichtbarer zu machen und mit anderen Hosts ins Gespräch zu kommen. Die meisten der sieben Ideen setzt du in wenigen Tagen um. Such dir die aus, die zu dir und deinem Podcast passt, und fang heute an.
Zum Welttag des Podcasts habe ich eine kurze Folge der Interviewhelden aufgenommen.
Hör gern rein, Episode 170.





0 Kommentare