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Vom Audio- zum Videopodcast: Die 7 Entscheidungen, die du jetzt treffen musst

Podcast Analytics

Deine Podcast-Analytics kennen deinen Podcast besser als du

Dieses Glossar sortiert die wichtigsten Begriffe aus den Podcast-Analytics von Spotify, Apple Podcasts und deinem Hoster. Zu jedem Begriff findest du eine Definition und den Rückschluss: Was liest du aus der Zahl für deinen Podcast ab?

Öffne am besten deine eigenen Analytics in einem zweiten Fenster und schlage jeden Begriff nach, den du nicht sicher einordnen kannst. Eine einzelne Zahl erzählt keine Geschichte. Erst im Zusammenspiel mit anderen Zahlen zeigt sie dir, wo dein Podcast steht.

Dazu passt meine Podcast-Folge 174 der Interviewhleden vom 23.10.2026.
Darin erkläre ich die wichtigsten Kennzahlen an Beispielen und nenne Vergleichswerte zu Downloads.

Verbinde deinen Podcast mit Spotfy und erhalte die besten Podcast-Analytics, auch wenn dein Podcast bei einem anderen Hoster liegt

Die Zahlen findest du im Spotify-Creator-Konto unter „Analytics“.

Du bekommst sie für jeden Zeitraum und für jede einzelne Folge, auch wenn du deinen Podcast woanders hostest.
Wie du ein Creator-Konto bei Spotify anlegst und wie du deinen Podcast verbindest, zeige ich in diesem Video.

Markus Tirok Portrait

Von Markus Tirok

Ich bin Moderator, Medientrainer und Podcaster.
Ich helfe Einzelpersonen und Unternehmen dabei, vor Mikrofonen, Kameras oder auf Bühnen souverän zu überzeugen. Ob Podcastinterview, Fernsehauftritt oder die eigene Podcastproduktion – ich helfe, Geschichten klar und authentisch zu erzählen.

Kurz gesagt: Ich mache Medien für Menschen – und Menschen fit für Medien.

Hör mal in meinen Podcast Interviewhelden rein!

13. April 2026

 

 

Übersicht

Begriff Was die Zahl bedeutet So liest du sie
Wiedergaben Jeder Start, bei dem jemand mindestens 30 Sekunden zugehört hat. Zeigt die Nachfrage insgesamt. Der Vergleich mit den vorherigen 30 Tagen verrät dir die Richtung. Wie gut zugehört wurde, sagt die Zahl nicht.
Streams Jeder Start mit mindestens 60 Sekunden Hörzeit. Das ist der Wert, der einem Download bei anderen Plattformen am nächsten kommt. Mit dieser Zahl vergleichst du Spotify mit anderen Plattformen. Liegen die Wiedergaben deutlich über den Streams, springen viele Hörer:innen in der ersten Minute ab. Prüfe in diesem Fall deinen Einstieg und ob der Titel hält, was er verspricht.
Hörer:innen Einzelne Personen, die im gewählten Zeitraum mindestens eine Folge gestartet haben, egal wie oft. Das ist deine Reichweite. Teilst du die Wiedergaben durch die Hörer:innen, weißt du, wie viele Folgen eine Person im Schnitt hört.
Trends Vergleicht die ersten sieben Tage neuer Folgen mit dem Bereich, der für deine Show üblich ist. Liegt eine Folge deutlich darüber, lohnt der Blick auf Thema, Titel oder Gast. Liegt sie darunter, stellst du dieselben Fragen andersherum.

Publikum

Begriff Was die Zahl bedeutet So liest du sie
Wiederkehrendes Publikum Personen, die in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Folge gehört haben und im gewählten Zeitraum wieder einschalten. Zeigt deinen Stamm. Ein hoher Anteil heißt: Deine Basis steht. Ein niedriger Anteil heißt: Deine Reichweite hängt am ständigen Zulauf.
Neues Publikum Personen, die im Jahr davor keine Folge deiner Show gespielt haben. Zeigt, ob du wächst. Stellst du neues und wiederkehrendes Publikum nebeneinander, siehst du, ob die Show Menschen gewinnt, hält oder beides schafft.
Verlauf über die Zeit Die Zahlen Tag für Tag, als Kurve. Hohe Spitzen an einzelnen Tagen gehören zu Veröffentlichungen, Aktionen oder Verlinkungen von außen: Dein Publikum hört ereignisgetrieben. Eine ruhige Kurve zeigt eine feste Hörgewohnheit.

Entdeckung

Begriff Was die Zahl bedeutet So liest du sie
Impressionen Wie oft Spotify deine Show oder Folge jemandem angezeigt hat, etwa in Empfehlungen, in der Suche oder in der Bibliothek. Ob die Person darauf klickt, spielt keine Rolle. Spotify steuert diese Zahl überwiegend selbst über den Algorithmus. Steigt sie, hat Spotify dich häufiger gezeigt. Mehr Nachfrage folgt daraus nicht automatisch. Warte bei neuen Folgen etwa eine Woche, bevor du die Zahl bewertest.
Conversion-Rate Der Anteil der Impressionen, aus dem eine Wiedergabe wurde. Zeigt, ob Cover, Titel und Beschreibung zum Klicken einladen. Spotify nennt keine Richtwerte. Eine Drittquelle spricht von rund 5 %. Wie die Zahl entstanden ist, lässt sich nicht nachprüfen. Baue dir deshalb eigene Vergleichswerte über mehrere Wochen auf.
Completion-Rate (Folge) Der Anteil des Publikums, der in den ersten sieben Tagen nach Veröffentlichung mindestens 95 % der Folge gehört hat. Zeigt, wie gut Inhalt und Länge zu deiner Zielgruppe passen. Lange Folgen schneiden naturgemäß schlechter ab. Vergleiche deshalb nur Folgen ähnlicher Länge.
Durchschnittliche Completion-Rate Der Mittelwert der Completion-Rate über deine letzten Folgen, für die sieben Tage Daten vorliegen. Das ist dein persönlicher Referenzwert. Miss einzelne Folgen daran.

Impressionen und Conversion-Rate gehören zusammen. Einzeln gelesen führen beide Zahlen in die Irre. Die Kombination zeigt dir, wo es hakt:

Impressionen Conversion-Rate Was dahinterstecken kann
Hoch Niedrig Spotify zeigt dich der falschen Zielgruppe, oder deine Verpackung aus Titel und Cover überzeugt nicht.
Niedrig Hoch Dein Inhalt passt zu denen, die ihn sehen. Spotify spielt ihn nur zu selten aus.
Hoch Hoch Ausspielung und Verpackung arbeiten zusammen.
Niedrig Niedrig Es fehlt an Sichtbarkeit und an Anziehungskraft.

Engagement

Begriff Was die Zahl bedeutet So liest du sie
Wiedergabezeit Die gesamte Hörzeit aller Hörer:innen im gewählten Zeitraum. Zeigt, wie viel Aufmerksamkeit deine Show bekommt. Die Zahl wächst mit Reichweite und Folgenlänge.
Durchschnittliche Wiedergabezeit Wie lange eine Wiedergabe im Schnitt dauert. Setze sie ins Verhältnis zur Folgenlänge. 15 Minuten bei einer 20-Minuten-Folge sind ein anderes Signal als 15 Minuten bei einer Stunde.
Follower Die Menschen, die deiner Show im gewählten Zeitraum neu gefolgt sind. Wer folgt, will mehr. Folgen mit auffällig vielen neuen Followern treffen ein Thema, das bindet.
Hörer:innen-Bindung Der Anteil des Publikums, der jede Woche wiederkommt, im Vergleich zur Vorwoche. Zeigt, ob sich eine Gewohnheit bildet. Sackt der Wert nach einer bestimmten Folge ab, passte dort Thema oder Format nicht zu deinem Publikum.
Kommentare Die Zahl der Kommentare im gewählten Zeitraum. Zeigt aktive Reaktionen. Bei Podcasts sind das meist wenige. Als Qualitätsurteil taugt die Zahl allein deshalb nicht.

Einzelne Folge

Klicke in Spotify links im Menü auf „Folgen“ und wähle eine Episode. Dort siehst du Wiedergaben und Hörer:innen für diese eine Folge und weiter unten die Werte zum Durchhören.

Begriff Was die Zahl bedeutet So liest du sie
Completion-Quartile Der Anteil des Publikums, der in den ersten sieben Tagen mindestens ein Viertel, die Hälfte beziehungsweise drei Viertel der Folge gehört hat. Zeigt, in welchem Abschnitt du die meisten Hörer:innen verlierst. Bricht bereits das erste Viertel ein, stimmt der Einstieg nicht. Fällt die Kurve zwischen 75 % und 95 %, verlierst du Hörer:innen im Schlussteil oder im Outro.
Retention Eine Kurve, die an jeder Stelle der Folge zeigt, wie viele Hörer:innen noch dabei sind. Der Start entspricht 100 %. Ein gleichmäßiges Abflachen ist normal, denn Menschen steigen aus. Ein steiler Absturz an einer Stelle verdient deinen Blick: War dort Werbung, ein Themenwechsel, ein Schnittfehler oder minutenlanges Rauschen? Retention und Completion gehören eng zusammen: Die Retention zeigt den Weg, die Completion das Ziel.
Mediane Wiedergabezeit Der Zeitpunkt, an dem noch die Hälfte derer zuhört, die gestartet haben. Zeigt, wie weit deine Folge realistisch trägt. Was danach kommt, erreicht weniger als die Hälfte. Setze Wichtiges davor.

Apple Podcasts

Deine Zahlen von Apple findest du in „Apple Podcasts for Creators“. Das ist das Portal, in dem du deinen Podcast am Anfang angemeldet hast. Es zeigt nur Apple-Hörer:innen.

Begriff Was die Zahl bedeutet So liest du sie
Retention-Diagramm Zeigt für eine einzelne Folge, wie viele Hörer:innen zu welchem Zeitpunkt noch zuhören. Suche nach starken Einbrüchen. Dort liegt eine Passage, die du dir genauer ansehen solltest.
Listen-Through-Rate Der Anteil der Hörer:innen, der eine Folge bis zum Ende hört. Entspricht in etwa der Completion-Rate bei Spotify. So kannst du beide Plattformen nebeneinanderlegen.
Consumption Der Anteil einer Folge, der im Durchschnitt gehört wird, in Prozent. Zeigt dir, wie weit Hörer:innen im Schnitt kommen. Spotify weist diesen Wert nicht als Prozentzahl aus. Dort errechnest du ihn aus durchschnittlicher Wiedergabezeit und Folgenlänge.
Übersicht aller Episoden Nutzung und Wiedergaben für jede Folge im Vergleich. Zeigt, welche Themen auf Interesse stoßen. Folgen mit hoher Nutzung weisen auf Themen mit Nachfrage hin.

Dein Hoster

Der Hoster ist der Anbieter, bei dem deine Folgen gespeichert sind und der sie an die Plattformen verteilt, zum Beispiel Podigee, Let’s Cast oder Podcaster.de. Je nach Tarif zeigt er dir nur Zahlen der letzten Monate.

Begriff Was die Zahl bedeutet So liest du sie
Downloads Die Abrufe deiner Audiodatei, die dein Hoster zählt. Sie gelten als gängigste Vergleichszahl zwischen Podcasts, etwa wenn es um Werbung geht. Sie zeigt, wie viele Abrufe dein Podcast erzielt. Vergleiche dich mit dem Median und nicht mit dem Durchschnitt (siehe nächste Zeile).
Median und Durchschnitt Der Durchschnitt teilt die Summe durch die Anzahl der Podcasts. Der Median ist der Wert in der Mitte, wenn du alle Podcasts der Größe nach sortierst. Wenige Podcasts mit riesigen Zahlen ziehen den Durchschnitt stark nach oben, der Median bleibt stabil. Er beschreibt deshalb besser, wo ein typischer Podcast steht. Nach Podigee-Daten, die Marcel Goretzki im Podcast vorgestellt hat, lag der Median bei Beratungs-Podcasts bei 150 Downloads und bei Coaching-Podcasts bei 126, jeweils für den ganzen Podcast in 30 Tagen. Das ist eine Datenbank-Auswertung und keine wissenschaftliche Studie.

Aus mehreren Zahlen deiner Podcast-Analytics zusammen entstehen Hypothesen. Prüfe sie, bevor du etwas änderst:

Beobachtung Mögliche Ursache Das kannst du testen
Große Lücke zwischen Wiedergaben (30 Sekunden) und Streams (60 Sekunden) Schwacher Einstieg oder ein Titel, der etwas anderes verspricht als die Folge liefert Intro kürzen und das Titelversprechen prüfen
Starker Abfall im ersten Viertel Der Einstieg ist zu lang oder unklar Die Kernaussage nach vorn ziehen
Steiler Abfall an einer festen Stelle Werbeblock, Themenwechsel, Schnittfehler oder eine zu lange Passage Die Stelle anhören und gezielt ändern
Mediane Wiedergabezeit liegt deutlich unter der Folgenlänge Die Folge ist für dein Publikum zu lang Länge anpassen oder die Struktur straffen
Hohe Impressionen, niedrige Conversion-Rate Falsche Zielgruppe oder schwache Verpackung Titel, Cover, Beschreibung und Kategorie testen
Spitzen an einzelnen Tagen, sonst eine flache Kurve Das Publikum hört ereignisgetrieben Promotion und Veröffentlichungsrhythmus prüfen
Viel neues, wenig wiederkehrendes Publikum Du gewinnst Menschen, hältst sie aber nicht Inhaltliche Kontinuität und Serienlogik prüfen
Viel wiederkehrendes, wenig neues Publikum Die Bindung stimmt, das Wachstum stockt Auffindbarkeit und externe Reichweite prüfen
Folgen mit überdurchschnittlichen Trends oder vielen neuen Followern Thema, Gast oder Format trifft einen Nerv Dieses Thema oder Format öfter bedienen

Vom Audio- zum Videopodcast: Die 7 Entscheidungen, die du jetzt treffen musst

Bevor wir über Videopodcast sprechen: Erinnerst du dich noch, als du deinen ersten Audio-Podcast aufgenommen hast?

Ich weiß es noch ganz genau.
1000 Fragen. Welches Mikrofon kaufe ich?
Welcher Hoster ist der richtige?
Und wo bekomme ich Musik für mein Intro her?

Manche Fragen ploppten erst in dem Moment auf, in dem ich schon die Antwort gebraucht hätte.

Aber irgendwie ging es. Wir haben halt entschieden. Das Blue Yeti als erstes Mikro, die lizenzfreie Musik von der einen Plattform, der Foto von der anderen. Lizenzen gecheckt oder vercheckt. Manchmal ging es gut, manchmal nicht. Am Ende – oder am Anfang – stand die erste Episode. Und irgendwann war dann alles Workflow. Unsere ganz persönliche Podcasting-Routine.

Und die steht nun auf dem Spiel.

Denn Spotify, Apple und YouTube haben längst für uns entschieden. Podcast ist nicht länger Audio-only.

Audio wird Videopodcast.

YouTube meldet über eine Milliarde monatliche Nutzer, die dort Podcasts schauen. Spotify pusht Video-Inhalte seit Jahren. Und Apple hat mit dem aktuellen iOS-Update Video zur Kernfunktion gemacht — Hörer können künftig innerhalb einer Episode zwischen Video und Audio wechseln.

Nicht alle Podcaster:innen sind darüber happy. Das verstehe ich. Aber die Entwicklung ist nun mal so.

Das bedeutet: Wir müssen also wieder entscheiden.

Erst die eine grundlegende Frage: Mache ich diesen Schritt mit oder nicht?

Und wer ja sagt, den erwarten sechs weitere Entscheidungen. Keine davon ist unlösbar. Aber alle solltest du bewusst treffen.

Die grundlegende Entscheidung: Gehe ich diesen Weg mit?

Das ist die eigentliche erste Frage. Und ich möchte sie nicht kleinreden. Es ist eine strategische Entscheidung, keine, die man nebenbei trifft.

Wer nein zu Videopodcast sagt, hat gute Gründe. Wer ja sagt, beginnt einen Prozess, der sich lohnt.

Aber wer einfach abwartet und hofft, dass das Thema wieder verschwindet, der wird merken, dass es mehr und mehr Videopodcasts geben wird.

Die 6 Entscheidungen, die auf dich warten

🟡 Entscheidung 1: Wie zeige ich mich im Videopodcast?

Hintergrund, Licht, Framing. Aber auch: Was ziehe ich an? Welchen Stil verkörpere ich vor der Kamera?

Das klingt nach Kleinigkeit, ist aber eine wichtige visuelle Entscheidung. Die Lösung kann hemdsärmlig sein. Gutes Licht, aufgeräumter Hintergrund und fertig. Oder aufwändig mit verschiedenen Lichtquellen, Kameraperspektiven und Deko.

Dieses Setting sollte dich nicht lange beschäftigen. Lieber zügig beginnen und im Laufe der Zeit das visuelle Bild entwickeln.

🟡 Entscheidung 2: Gehen meine Gäste diesen Weg mit?

Wollen meine Gäste überhaupt vor die Kamera? In vielen Bereichen ist das kein Problem — manche Gäste sind froh, endlich auch zu sehen zu sein. Dann musst du nur den Kommunikation-Flow anpassen. Vielleicht ein paar optische Tipps geben. Aber es gibt Themen und Podcasts, bei denen Anonymität zählt. Und es gibt Gäste, die noch nie einen Podcast aufgenommen haben. Die schon nur mit Audio an ihre technisch-leistbaren Grenzen kommen. Was machst du dann? Veröffentlichst du eine Episode auch, wenn der Gast nur Audio liefert? Hast du ein Format, das beides erlaubt?

🟡 Entscheidung 3: Reicht meine Technik oder muss ich in mein Videopodcast-Setting investieren?

Du selbst stehst bei dem Audio-to-Video-Shift auch vor technischen Herausforderungen: Reicht meine Kamera? Nehme ich auf dem Recher oder auf der Kamera auf?

Wie sieht es mit dem Licht aus? Reicht die Schreibtischlampe, die ich auf bei Video-Calls nutze?Meine Erfahrung: Die meisten unterschätzen das Licht und überschätzen die Kamera. Eine mittelmäßige Kamera mit gutem Licht sieht besser aus als eine teure Kamera in einem schlecht ausgeleuchteten Raum.

🟡 Entscheidung 4: Mit welchem Tool nehme ich Videopodcast auf und wie schneide ich?

Für die Aufnahme gibt es gute Lösungen. Riverside funktioniert sowohl für Interviews als auch für Solofolgen hervorragend. Manche Kameras nehmen auch direkt im eigenen Programm auf – ebenfalls eine saubere Lösung. OBS ist technisch sehr mächtig und für den Einstieg überfordernd.

Beim Schnitt wird es wirklich spannend, denn hier gibt es eine grundlegende Entscheidung, die viele gar nicht kennen. Riverside ermöglicht es, direkt über das gesprochene Wort zu schneiden — also über das Transkript. Wer das einmal ausprobiert hat, will oft nicht mehr zurück.

Aber auch der konventionelle Schnitt über den Ton funktioniert, aber mit welchem Programm? Beide Wege haben ihre Berechtigung.

🟡 Entscheidung 5: Wo veröffentliche ich und wie komme ich da hin?

Klingt einfach. Ist es aber nicht ganz.

Spotify zum Beispiel funktioniert für Video aktuell nur über das Spotify Creator Konto — also händisch, nicht automatisch über deinen Hoster.

Für Apple Podcast arbeitet der Hoster Podigee mit Hochdruck daran, Video direkt über die Plattform auszuspielen. Aber so weit ist es noch nicht. Und dann wäre da noch YouTube.

Drei Plattformen, drei verschiedene Wege. Das bedeutet: Du musst dir jetzt überlegen, wo du starten willst und wie viel manuellen Aufwand du dafür bereit bist zu betreiben.

🟡 Entscheidung 6: Wie hoch ist mein visueller Anspruch?

Hier geht es vor allem um die eigene Erwartungshaltung. Und die sollte am Anfang eine sein: Es wird mehr Zeit in Anspruch nehmen als gedacht.

Manches wird nicht so gelingen, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist normal und das ist okay.

Wer das akzeptiert, findet schneller seinen Workflow als jemand, der von Anfang an alles perfekt haben will.

Perfektion ist hier kein Antrieb. Sie ist eine Bremse. Der Anspruch wächst mit der Routine. Und die Routine kommt mit jeder Episode.

Und jetzt?

Damals hat kaum jemand groß gezögert. Podcast war neu, niemand wusste genau wie es geht und trotzdem haben wir einfach angefangen. Diese Unbekümmertheit hat uns weitergebracht.

Die steht uns jetzt wieder gut zu Gesicht.

Die Entscheidungen sind andere, aber der Prozess ist derselbe. Du wirst nicht alles von Anfang an richtig machen. Du wirst stolpern, neu justieren und deinen Weg finden. Und irgendwann wird auch das hier einfach dein Workflow sein.

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