Was geschieht alles, wenn du kritische Fragen im Podcast-Interview stellst?

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Von Markus Tirok

Markus Tirok ist Moderator, Trainer & Coach und Gründer der Interviewhelden.
Er moderiert Webcasts, Podcasts, Online- und Hybride-Events.
Markus Tirok berät Unternehmern, doziert an Medienakademien und hat mit den Interviewhelden ein Online-Trainingsprogramm für Solopreneure entwickelt.

15. März 2022

Die große Angst im Podcast 

Was geschieht alles, wenn du kritische Fragen im Podcast-Interview stellst?

Die Abfuhr von Heidi Klum, der Rockstar der Automobilindustrie, und welche Frage du das nächste Mal in deinem Podcast besser (nicht) stellst.

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Heidi Klum mag sie gar nicht, eine Kundin von mir, mag sie nicht stellen und ein Podcastkollege hat ordnetlich Gegenwind bekommen, weil er sie nicht deutlich an seinen Gast genug gestellt hat: Kritische Fragen im Podcastinterview.

Fangen wir mit einer sehr erfahrenen Medienunternehmerin an: Wieso mag Heidi Klum keine kritischen Fragen?

Nun sie hat ihre Interviewzusage gegenüber einem wichtigen deutschen Online-Medienmagazins (DWDL.de) zurückgezogen, als sie die Fragen vorab bekam. 

»GNTM ist ohne Frage so divers wie nie. Aber muss das eigentlich immer so oft betont werden? Reicht es nicht, divers zu sein?«

»Jetzt wo sich zeigt, dass es so gut ankommt: Bedauern Sie, GNTM nicht schon früher diverser aufgestellt zu haben? Lange waren die Schönheitsideale in der Show ja sehr normativ.«

Fragen von DWDL.de

Die Absage kam aus der ProSieben-Kommunikationsabteilung, weil die Fragestellungen „im Ganzen zu negativ sei“, so berichtet es DWDL.de .
Ich glaube, Heidi hat sich hier selbst die Chance genommen, ihre eigene Expertise zu zeigen. 
Denn die vorher eingereichten Fragen waren keine „Speerspitzen des investigativen Journalismus“, sondern lediglich naheliegende kritische Fragen, wie DWDL selbst eingesteht.
Heidi Klum hätte sicher jede dieser Fragen mit Charme, Humor und Erfahrung bestens beantworten können, das ist meine Einschätzung. Vielleicht hätte Heide Klum mit ihren Antworten sogar ein neues Bild der erfolgreichen Geschäftsfrau und Moderatorin zeigen können. 

In kritischen Fragen steckt die echte Chance für Aufmerksamkeit, Relevanz und Mehrwert.

Aber wer stellt sie? Stellst du sie in deinem Podcastinterview? Ich habe mir in den letzten Jahren unzählige Podcastinterviews angehört und mich häufig von der kuscheligen Atmosphäre einlullen lassen – wollte ich gar nicht, passiert aber schnell.

Ist das nur mein subjektives Empfinden? Ich hab die Frage mal in meine Community auf den sozialen Kanälen gegeben. Und bin dankbar über die Reaktionen und die Offenheit. Es haben sich aus dieser Frage viele spannende Diskussionen entzündet. Und die erste Überraschung: Es werden häufiger kritische Fragen gestellt, als ich angenommen habe. Sehr gut!

Mehr Leute stellen kritische Fragen, als ich angenommen habe.Das freut mich!

Doch so ganz falsch werden meine Beobachtungen nicht sein – die Angst, die Scheu, der Respekt oder der ungewohnte Umgang mit kritischen Fragen ist vorhanden. Doch was genau könnte in einem Podcastinterview geschehen, wenn die kritischen Fragen – die es fast zu jedem Thema gibt – aufs Tapet kommen?

Es gibt nachvollziehbare Sorgen, was geschehen könnte, wenn es kritisch wird.

 

Die Idee ist ja richtig…

Das Interview, der Talk, das Gespräch sind die großen Formate im Content-Marketing. Wir treffen uns mit AntwortgeberInnen im Podcast, auf YouTube und stellen brav unsere Fragen in Insta- und Facebook-Live. Und erhalten ähnlich brave Antworten. Mit diesen Formaten möchten wir Mehrwert bei unserer Zielgruppe schaffen, uns selber positionieren und im besten Falle unterhalten. Unser heimlicher Wunsch ist vielleicht, dass wir mit solche einer Aufnahme ein relevantes Werk erschaffen, das diskutiert wird, das geteilt wird, das für einen Moment für Aufmerksamkeit sorgt. Bestes Content-Marketing.

Deine Fragen bestimmen die Qualität des Interviews

Dann beginnen wir mal das Interview.
Ich überspringe heute mal den Teil, in dem ich mir die Haare als Zuhörer raufe, weil Interviewgäste gezwungen werden, sich selbst radebrechend vorzustellen. Ich gehe auch nicht auf die gefühlte Ewigkeit ein, die es vor lauter Pitcherei braucht, um zur ersten Antwort zu kommen. Und es soll heute auch nicht um die Qualität der Einstiegsfrage gehen.

Wir wollen auf die Antworten hören, die so tun, als würden sie über die Qualität eines Interviews entscheiden. Doch sind es nicht genau unsere Fragen, die eine gute, unterhaltsame, wertvolle Antwort zur Folge haben? Rollen wir nicht durch unser wohlformuliertes Interesse den roten Teppich für unsere Gäste aus, damit sie sich bestmöglich in ihrer Antwort zeigen können? 

Bleiben wir kurz bei dem Bild des Auftritts auf dem roten Teppich. Wie stelle ich ihn mir vor? Jemand, der schnell und verhuscht über den Teppich rennt? Oder jemand, der in unscheinbarem Alltags-Outfit sich zeigt und doch nicht zeigt? Oder freue ich mich über eine Person, die sich in aller Größe präsentiert, das Besondere betont, die Schritte über den roten Teppich ganz bewusst macht? Sogar die Pose beherrscht und dabei noch immer natürlich bleibt? Dieses Bild gefällt mir. 

Es sind unsere Fragen im Interview und Gespräch, die diese Präsenz in den Antworten hervorrufen können. 

Verlassen wir das Interview mit dem Gefühl, der Gast war klasse, so können wir davon ausgehen, dass wir die richtigen Fragen gestellt haben. Bemerken wir die Mittelmäßigkeit der Antworten und die Irrfahrten des Gastes, dann müssen wir uns mit diesem Wissen künftig an die eigene Nase fassen – es waren unsere Fragen, die zur Langeweile, die zum Durcheinander, die zur epischen Länge und Beliebigkeit geführt haben. Unsere Fragen bestimmen die Qualität des Interviews. 

Wir riskieren unsere Glaubwürdigkeit ohne kritische Fragen im Podcast-Interview

Es gibt viele Zutaten und Kriterien für gute, relevante und belastbare Fragen. Sie sind meist kurz und auf eine definierte Antwort ausgerichtet, sie folgen einer plausiblen Dramaturgie, sie sorgen für Erkenntnis bei den Zuhörenden und so fort. All das gehört zum Einmaleins der guten Fragen. 
Und wer Lust hat, sich mehr mit guten Fragen und guten Antworten zu beschäftigen, dem empfehle ich meinen Podcast „Interviewhelden“ zu hören auf den Podcast-Plattformen deiner Wahl.

Heute steht nur eine Frage im Fokus: Die kritische Frage. 

Bleiben wir ehrlich – wie häufig stellst du deinen Gästen im Podcast-Interview eine kritische Frage?
Die Weigerungshaltung kritischer Fragen gegenüber kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Begründungen sind alle sympathisch und ehrlich. 

»Ich möchte nicht unhöflich erscheinen. Ich bringe meine Gäste doch nicht in solche Situationen. Meine Gäste sollen sich wohlfühlen. Das wäre doch unverschämt. Das kann doch auch schief gehen.«

Bei diesen Gründen handelt es sich sehr häufig um Mindset-Themen, es sind eher Annahmen und Befürchtungen. Fast nie echte Erfahrungen.

Doch stimmen diese Annahmen hinter den Begründungen wirklich? Bedeutet das Stellen einer kritischen Frage gleich ein Affront dem Gast gegenüber?
Verändern wir die Perspektive: Was geschieht, wenn wir einen Gast interviewen und unsere gesamte Zuhörerschaft bringt eine wichtige Frage mit, die nicht gestellt wird? Wer ist enttäuscht? Vielleicht der Gast, aber ganz sicher unser Publikum.

Wir setzen uns über ihre Bedürfnisse hinweg und ignorieren ihr Anliegen.

Und genau das geschieht in Interviews und Gesprächen, wenn wir kritische Fragen, die zum Teil auf der Hand liegen, ausklammern und nicht stellen. Wir enttäuschen unser Publikum, unsere Zielgruppe und wir verspielen unsere Glaubwürdigkeit. 

Kritische Fragen im Podcast-Interview sorgen für Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit

Bleiben wir bei der Perspektive der Zuhörenden. 
Was geschieht, wenn die FragenstellerIn in einem Podcast eine kritische Frage stellt? Dann spitze ich als Zuhörer die Ohren und bin ganz gespannt, wie diese Frage (die ich mir vielleicht auch schon gestellt haben) beantwortet wird. Hier entsteht ein Momentum, hier entsteht Aufmerksamkeit und Relevanz. Waren das nicht genau die Ziele in unserer Content-Marketing-Strategie?

Natürlich ist nicht alles gut, was Aufmerksamkeit provoziert. Es geht auch nicht darum, Krawall-Fragen zu stellen, sondern ernste kritische Fragen, die sich aus dem Zusammenhang ergeben mit Respekt und Anstand. Es geht nicht um Angriff, es geht nicht um Kampf und es geht nicht darum, jemanden bloßzustellen. Sondern es geht um Erkenntnisgewinn und den erhalte ich durch Fragen. Meine Aufgabe als FragenstellerIn ist es, gute Fragen zu stellen. Kritische Fragen gehören dazu.

Es gibt eine weitverbreitete Fehlannahme: Wer kritische Fragen stellt, ist unhöflich und negativ.

Ich halte dagegen: Wer kritische Fragen stellt, ist aufmerksam und hat sich mit einem Thema tiefer beschäftigt.

Und mit der richtigen Haltung und Ansprache kommt auch nicht eine Sekunden das Gefühl von Feindseligkeit zum Vorschein. Möchte ich niemanden bloßstellen, möchte ich nicht unhöflich sein, möchte ich nicht unverschämt sein – dann werde ich auch so nicht wahrgenommen.

Es ist hingegen nicht meine Aufgabe, in einem Interview Freundschaft zu schließen, ausschließlich auf bequemen Kuschelkurs zu gehen und alles Kritische zu umschiffen. Es geht doch viel mehr um meine Zuhörenden, als um meinen Gast.

Die Chance für echte Expertise

Was geschieht nun aufseiten der AntwortgeberIn? Sollte unsere ExpertIn nicht in der Lage sein, auch die kritischen Fragen gut zu beantworten? Bieten wir unseren ExpertInnen nicht erst durch kritische Fragen die Möglichkeit, ihr gesamtes Können, Wissen, ihre Expertise unter Beweis zu stellen? Machen kritische Fragen das Interview nicht auch für die ExpertIn einfach spannender und unterhaltsamer? Spielt ein Tennisprofi auf dem Platz nicht viel lieber anspruchsvolle Bälle, als die ganze Zeit mit dir nur Aufschläge zu üben?
Ein langweiliges und beliebiges Interview kann jeder führen – aber wie großartig ist es, wenn mein Gast zu Höchstformen auflaufen kann? Dann unterscheidet sich mein Podcast-Interview von vielen anderen.
Habe ich als Experte wirklich etwas zu befürchten, wenn kritische Fragen gestellt werden?
Oder ist es nicht die lang ersehnte Gelegenheit, mit mehr als nur drei Bällen jonglieren zu können. 

Ich persönlich freue mich als Experte über kritische Fragen – denn ich bin mir sicher, ich habe diese Frage längst beantwortet oder scheue mich nicht davon, sie zu beantworten. 

Andrea Patzelt und der Rockstar der Automobilbranche

Mit dem Einverständnis von Andrea darf ich hier ihre Geschichte erzähle.
Andrea Patzelt ist Veranstalterin und Gastgeberin des wohl erfolgreichsten deutschen Online-Autohauskongresses, dem DAOK.
Ihre Gäste zählen zu den Top-UnternehmerInnen und Entscheider der Branche. Vor wenigen Wochen erhielt Andrea die Interviewzusage von Wayne Griffiths, dem CEO der Automarke CUPRA, Vorstand bei SEAT und mittlerweile Aufsichtsratsvorsitzender von CUPRA. Er gilt als unangepasster Rockstar in der Branche. Andrea bat mich, sie auf das Interview vorzubereiten. 
Wir entwickelten gemeinsam ihre Fragenstrategie und den Fragenkatalog.
Neben all der Anerkennung seiner Leistung bewegt die Autohaus-Branche aber eine wichtige Frage „Nimmt die neue Marke CUPRA der Muttermarke SEAT die Kraft und Bedeutung?“ und eine noch wichtigere Frage „Wird CUPRA künftig die Autos selbst verkaufen und den Handel umgehen?“
Das sind die Fragen gewesen, die den Markt und damit die Zielgruppe auf dem Autohauskongress wirklich bewegen. Hier geht es ja um sehr viel Geld und um unternehmerische Existenzen.

Und Andrea bewegte noch eine sehr persönliche Frage. Wie echt ist Griffiths Auftreten in der Öffentlichkeit oder ist das seine persönliche Vermarktungsstrategie – von wegen Rockstar und so.

Für mich als Interviewtrainer war klar, diese Fragen müssen alle so gestellt werden. Andrea war anfänglich etwas zurückhaltend, darf sie wirklich solche Fragen stellen? Was passiert denn dann? Ich habe den Einwand mal umgedreht: Wie unglaubwürdig wäre das Interview für die Branche, wenn Andrea diese diese Fragen nicht stellen würde? Und welche Relevanz erhält das Gespräch, wenn Andrea gute Antworten erhält. 
Und genau so ist es gekommen. 

Perfekt vorbereitet mit einem belastbaren Fragenkatalog eröffnete Andrea Patzelt das Interview mit der Frage: Sie gelten als Rockstar des Marketings in der Automobilbranche. Ist das eine strategisch richtig gute Selbstinszenierung oder ist das Ihre Persönlichkeit?

Das war die Einstiegsfrage an den Vorstand von SEAT – ein grandioser Beginn. Denn wie ich es erwartet habe, zeigte sich Wayne Griffiths begeistert von der Frage und von Andreas unerschrockene Haltung. Er lachte und stieg bereitwillig auf Andreas Fragen ein.
Auch die Frage nach der Markendominanz und der neuen Vertriebsstrategie konnte Andrea positiv und kritisch platzieren und erhielt gute Antworten. 

War es einfach für Andrea?

Nein, sicher nicht. Es war ungewohnt und gehörte etwas Mut dazu, die sofort belohnt wurde durch ein besonders gelungenes Gespräch. 
Andrea Patzelt erhielt nicht nur die Anerkennung von Wayne Griffiths, sondern von ihrer gesamten Zielgruppe, von der Branche. Ich muss nicht weiter ausführen, was das für positive unternehmerische Konsequenzen für ihr eigenes Business hat.

Und was unterscheidet Wayne Griffiths von Heidi Klum? Er zeigte Kompetenz, auch mit kritischen Fragen gut umzugehen. Heidi entzog sich diesen Fragen. Welche Auswirkungen haben diese beiden unterschiedlichen Entscheidungen auf die eigene Personenmarke?

Deine nächsten kritischen Fragen im Podcastinterview

Zugegeben, ein Interview mit solch einem internationalen Top-Manager oder mit Heidi Klum ist nicht an der Tagesordnung. 
Doch genau das gleiche Prinzip, mit der gleichen Haltung können wir in jedem Podcastinterview anwenden. Hören wir der Zielgruppe zu, was wirklich ihre kritische Themen sind. Fragen wir uns selbst, was wir wirklich wissen wollen. Wenden wir uns von dem allgemeinen Bla-Bla ab und kommen zu den relevanten Fragen, die eben auch kritisch sein dürfen, sollten – denn alle danken es uns. 

Fragen wir die megaerfolgreiche Facebook-Expertin Katrin: »Hast du eigentlich noch Freude an deiner Facebook-Challenge mit 7000 Teilnehmenden oder ist das nicht nur noch reine Verkaufe?«

Fragen wir den SEO-Agentur-Chef Marco: »Ist SEO wirklich das Tool von heute? Ist das nicht sehr 90er und wir haben heute ganz anderen Mechaniken zur Verfügung?«

Fragen wir die Unternehmer-Brüder Andreas und Markus B.: »Was seht ihr, wenn ihr in den Spiegel schaut und keine Rolex am Arm habt?«

Ich bin mir sicher, dass all diese Menschen eine spannende Antwort geben würden – und ehrlich gesagt, würde mich diese Antwort schon jetzt interessieren. 

Interviews können wir lernen. Und dazu zählt auch das Stellen von kritischen Fragen.

 

Zu diesem Blogartikel habe ich auch eine Podcast-Epsiode veröffentlicht. Du findest sie in meinem Podcast-Menü.

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Zusammenfassung

  • Die Qualität deiner Fragen bestimmt das Niveau der Antworten und des gesamten Interviews.
  • Entwickle einen belastbaren Fragenkatalog
  • Stelle dir die Frage „Was möchte ich denn wirklich wissen?“
  • Sei die Anwältin deiner Zielgruppe und vertritt ihre kritischen Interessen und Fragen
  • Nehme deinen Gast in der Expertise ernst und traue ihm / ihr kritische Fragen zu
  • Verstehe den Unterschied zwischen unverschämt und interessiert
  • Sorge bei deine Zielgruppe für ein Momentum

Die Heidi-Klum-Story mit DWDL findest auf bei  http://dwdl.de/sl/c73276.

Information zu Andrea Patzelt und dem DAOK findest du hier: https://autohauskongress.de/

Wenn ich dich bei deiner Interviewvorbereitung unterstützen kann oder du mit mir an deinen Interviewskills arbeiten möchtest, hier findest du weitere Informationen dazu.

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